Mittwoch, 20.03.2019 19:22 Uhr

Auto-Salon Genf 2019 - Wenig Verrücktes, viel Konkretes

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Genf, 10.03.2019, 12:12 Uhr
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Genf [ENA] Auto-Salon Genf 2019 - Wenig Verrücktes, viel Konkretes Genf war seit jeher die Messe, die die Hersteller zum Träumen anregte. In diesem Jahr sind kaum ausgefallene Studien zu sehen, dafür handfeste Denkansätze für die Mobilität von morgen. Ein Auto, das fliegen kann – was früher ein völlig abgehobener Traum war, ist heute technisch längst keine Herausforderung mehr,

und so findet der Pal-V Liberty mit einklappbaren Rotoren nur wenig Beachtung, schliesslich stand dieses fliegende Vehikel so oder so ähnlich schon an mehreren Messen. Und auch das an das Batmobil erinnernde Geschoss mit 1500 PS und sechs Auspuffrohren ist keine verrückte Studie, sondern ein strassenzugelassenes Gefährt, das bereits verkauft wurde. Irgendwie hat die Gegenwart inzwischen die Zukunft eingeholt, oder den Herstellern gehen langsam die Ideen aus – jedenfalls sind an der diesjährigen Genfer Messe nur wenig ausgefallene Spielereien zu sehen; die meisten Concept Cars bilden die (teileweise) selbst fahrende Elektromobilität von morgen in ganz konkreten Denkansätzen vorweg.

Und natürlich sind da zahlreiche Design-Studien, die immerhin die Messebesucher zum Träumen anregen. Und die grossen Autohersteller? - Viele zeigen in Genf bereits seriennahe Studien von Elektroautos, die schon bald auf den Markt kommen werden, da ist nur wenig Platz für visionäre Träumereien. Immerhin, Kia gibt sich mit dem Concept Car Imagine etwas verspielt: Der komplett verchromte Elektro-Crossover mit nicht weniger als 21 Bildschirmen im Cockpit soll zeigen, dass die Elektromobilität von morgen auch emotional sein kann. Nissan wagt mit der Design-Studie IMq einen Ausblick auf den nächsten Qashqai. Spannend: Das Concept Car ist mit einem Elektroantrieb plus Benzinmotor, der als Range Extender fungiert,

ausgestattet – ein ähnliches Hybridkonzept also, wie es Konkurrent Honda bereits heute einsetzt. Mitsubishis Studie mit dem witzigen Namen Engelberg Tourer ist ein riesiger SUV mit Plug-in-Hybridantrieb. Und Seat zeigt mit dem Minimó, wie die Elektromobilität in der Stadt sinnvoll wäre: Der winzige Kabinenroller im Stil eines Renault Twizy hat einen Austausch-Akku an Bord, der in Minuten gewechselt werden kann. Damit soll der spanische E-Flitzer vor allem für Car-Sharing-Unternehmen spannend sein.

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