Montag, 26.10.2020 08:46 Uhr

Alain Berset eröffnet das 16. Zurich Film Festival

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 25.09.2020, 10:53 Uhr
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Zürich [ENA] Mit der Weltpremiere des Schweizer Films WANDA, MEIN WUNDER von Bettina Oberli wurde heute Abend in den Kinos Corso und Arthouse Le Paris das 16. Zurich Film Festival eröffnet. Die Ehrengäste waren Bundesrat Alain Berset und Stadtpräsidentin Corine Mauch, welche die Wichtigkeit des Kinos in der Schweizer Kultur unterstrichen. Kulturminister Alain Berset hat im Beisein von viel Prominenz das 16. Zurich Film Festival

eröffnet. «Kulturveranstaltungen wie das Zurich Film Festival sind wichtiger denn je», sagt er in seiner Eröffnungsrede, die er im Kino Arthouse Le Paris begann und im Kino Corso beendete. Die Opening Night fand in zwei Sälen statt, weil wegen den Corona-Schutzmassnahmen nur 60 Prozent der Plätze belegt werden konnten. Berset fuhr fort: «Die Konfrontation mit anderen Werten und Weltbildern ist existenziell für unser Zusammenleben. Wir brauchen Orte der Meinungsvielfalt.» Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch ihrerseits dankte in ihrer Rede dem Bund für die Ausfallentschädigungen, welche der Bund für das gebeutelte Kulturschaffen bereitgestellt habe. «Das Zurich Film Festival wollte unbedingt im Kino stattfinden.

Ich freue mich sehr, dass das heute gelungen ist. Das gemeinsame Erleben von Filmen stiftet Gemeinsamkeit, was wir gerade heute wieder mehr denn je brauchen.» Christian Jungen, der neue Direktor des Zurich Film Festival, sagte: «Wir wollen mit dieser Ausgabe ein Zeichen des Optimismus setzen. Unser Programm mit 165 Filmen, darunter die Rekordzahl von 23 Weltpremieren, ist auch ein Plädoyer dafür, dass das kulturelle Leben weitergehen soll.» Im Publikum sass viel Prominenz, darunter die Weltstars Shania Twain und der Musiker Ray Parker Jr. Zur Eröffnung wurde die am Zürichsee gedrehte Tragikomödie WANDA, MEIN WUNDER von Bettina Oberli als Weltpremiere gezeigt.

Im Film betreut die Polin Wanda den Patriarchen Josef nach einem Schlaganfall in dessen Familienvilla am See. Die Arbeit ist schlecht bezahlt, aber Wanda braucht das Geld für ihre eigene Familie in Polen. Als Pflegehilfe wohnt sie unter dem gleichen Dach und bekommt so einen intimen Einblick in das Familienleben. So intim, dass Wanda unerwartet schwanger wird. Bettina Oberli sagte, sie sei von Max Frischs Ausspruch «Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen» inspiriert worden. Bei der Premiere dabei waren auch Hauptdarstellerin Agnieszka Grochowska, André Jung, Jacob Matschenz sowie die Produzenten Lukas Hobi und Reto Schärli.

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