Montag, 23.09.2019 05:38 Uhr

Bruno Manser eröffnet das 15. Zurich Film Festival

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 03.09.2019, 12:32 Uhr
Presse-Ressort von: turotti.en-a.ch Bericht 3414x gelesen

Zürich [ENA] Bruno Manser – Die Stimme des Regenwaldes gehört zu den mit am meisten Spannung erwarteten Filmen des Jahres und eröffnet am 26. September das 15. Zurich Film Festival. Die Weltpremiere findet in Anwesenheit von Bundespräsident Ueli Maurer und der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch statt. Die Stimme des Regenwaldes ist so etwas wie der Schweizer APOCALYPSE NOW: Nach einer langen Entwicklungszeit von fast

zehn Jahren hat Regisseur Niklaus Hilber das abenteuerliche Leben des Umweltaktivisten Bruno Manser (1954-2000) im Regenwald von Borneo verfilmt – unter schwierigsten Bedingungen und mit vielen vor Ort gecasteten Darstellern aus dem Volk der Penan. Mit einem Budget von 6 Millionen Franken zählt der Film zu den grössten Schweizer Produktionen der letzten Jahre. Er bietet relevantes Abenteuerkino mit atemberaubenden Landschaftsbildern und einem grandiosen Sven Schelker in der Titelrolle. Den Soundtrack steuerte Oscarpreisträger Gabriel Yared (THE ENGLISH PATIENT) bei. Nun feiert der mit Spannung erwartete Film über den "Schweizer Ghandi" Manser, der an der Seite der Penan gegen die Rodung des Regenwalds kämpfte und die internationale Politik

in Atem hielt, Weltpremiere am Zurich Film Festival (ZFF). In Anwesenheit von Regisseur Niklaus Hilber, Hauptdarsteller Sven Schelker, den Produzenten Valentin Greutert und Philip Delaquis, sowie den beiden Penan Elizabeth Ballang und Nick Kelesau, die extra für die Premiere aus Malaysia anreisen, wird die 15. Ausgabe des ZFF eröffnet. „BRUNO MANSER ist ein fesselndes Zeitdokument, das auf mehreren Kontinenten spielt und kaum aktueller sein könnte: Der Film verweist auf die Bedeutung des Regenwaldes für unser Biosystem und verneigt sich vor dem Einsatz eines Umweltschützers, der für seine Überzeugungen bis ans Limit ging. Gleichzeitig setzt er eine Art Leitmotiv für unsere Ausgabe, in der ‘grüne’ Filme eine wichtige Rolle spielen",

erklären die beiden Co-Direktoren Nadja Schildknecht und Karl Spoerri. „Bruno Manser – Die Stimme des Regenwaldes ist sicherlich das ambitionierteste und wichtigste Filmprojekt meiner Karriere“, sagt Regisseur Niklaus Hilber. „Bruno Mansers Geschichte ist heute, fast 20 Jahre nach seinem Verschwinden, so relevant wie noch nie. Während der Amazonas vor sich hin brennt und die Globalisierung mit ihrem zunehmenden Hunger nach natürlichen Rohstoffen den Schutz der Wälder umso dringlicher macht, erinnern wir uns an einen Mann, der während den 80er und 90er Jahren zum Inbegriff für den Kampf gegen die Abholzung der Regenwälder wurde. Ich freue mich ausserordentlich, gerade mit diesem Film das diesjährige ZFF eröffnen zu dürfen."

Für Hilber ist es der zweite Film am ZFF. Er hat 2015 mit AMATEUR TEENS den Publikumspreis gewonnen Das aufwendige Grossprojekt Bruno Manser – Die Stimme des Regenwaldes konnte nebst der Förderung durch die öffentliche Hand nur dank Beiträgen von vielen privaten Unterstützern entstehen. Der "Verein zur Filmförderung in der Schweiz" hat den Film am ZFF 2017 mit dem 100’000 Franken dotierten IWC Filmmaker Award ausgezeichnet. „Mit dieser Ouvertüre unterstreichen wir die grosse Bedeutung, welche der Schweizer Film an unserem Festival hat. In den letzten Jahren haben mehrere grosse Schweizer Produktionen wie WOLKENBRUCH und SENNENTUNTSCHI ihre Weltpremiere am ZFF gefeiert, ehe sie im Kino reüssierten“, sagen Schildknecht und Spoerri.

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