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CH - Frankreich ist Gastland 2020 am ZFF 2020

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 15.07.2020, 09:11 Uhr
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Zürich [ENA] Frankreich ist Gastland 2020 am ZFF 2020 - Die kulturelle Grand Nation feiert heute Geburtstag – wir sagen: «Joyeuse anniversaire» und haben ein Geschenk für alle Frankophilen parat: Am 16. Zurich Film Festival feiern wir das französische Kino in der Sektion «Neue Welt Sicht». Wir präsentieren die Filme einer jungen Generation von Cineasten, die ein multikulturelles Land zeigen und durch erzählerische Dringlichkeit

bestechen. In der Sektion «Neue Welt Sicht» stellt das ZFF seit 2007 ein Land vor, in dem ein cineastischer Aufbruch im Gang ist. Dieses Jahr wird es Frankreich sein. «Frankreich, das Mutterland der Cinéphilie, ist neben den USA die wichtigste westliche Kinonation, die über 200 Filme pro Jahr produziert und ein eigenes Starsystem hat. Zurzeit erlebt die Grande Nation eine Erneuerung ihres Autorenkinos mit jungen Regisseurinnen und Regisseuren, die in ihren Filmen das Bild einer multikulturellen Gesellschaft zeichnen», erklärt Artistic Director Christian Jungen. «Wir möchten dieses Kino vorstellen und die Tradition des französischen Kinos in Zürich neu beleben. Lange schauten Kinobetreiber in Berlin, Hamburg und München erst,

ob ein französischer Film in Zürich reüssierte, ehe sie ihn spielten.» kuratiert wird die Auswahl von ZFF-Programmleiter Georg Bütler. «Der französische Autorenfilm, der mit der ‹Nouvelle Vague› weltweit Kultstatus erlangte, wird immer wieder totgesagt – vor allem in Frankreich selbst, wo schon seit Jahren eine Erneuerung gefordert wird», erklärt Bütler und ergänzt: «Ein Blick hinter die Fassade dieser zuweilen polemisch geführten Debatte um die Qualität des französischen Films gibt die Sicht frei auf ein sehr vielfältiges, sich immer wieder erneuerndes Filmschaffen, das sich an seiner eigenen filmkulturellen Vergangenheit kreativ reibt und etablierte Erzählmuster mit Innovationsgeist herauszufordern vermag.

Das Kino der neuen Generation zeigt sich inhaltlich und stilistisch äusserst vielfältig, es besticht durch Experimentierfreude und erzählerische Dringlichkeit. Deshalb richten wir dieses Jahr den Blick auf die vitale neue Generation unseres Nachbarlands.» Am ZFF sind die jungen Filmschaffenden Frankreichs seit Jahren präsent. So war Justine Triet – eine der Schlüsselfiguren der Szene – bereits mit ihrem Erstling La Battaille de Solférino (2013) im Wettbewerb vertreten. 2015 zeigte das ZFF in der Sektion «Window» unter dem Titel «Nouvelle vague au féminin» Werke von aufstrebenden französischen Regisseurinnen wie Céline Sciamma, Maïwenn, Mia Hansen-Løve oder Katell Quillévéré. Zuletzt war im vergangenen Jahr Regisseur Ladj Ly

mit seinem vielbeachteten, später oscarnominierten Debüt LES MISÉRABLES im Programm vertreten. Zahlreiche weitere Exponenten, wie etwa Rebecca Zlotowski, Claire Burger, Alice Winocour, Morgan Simon, Jean-Bernard Marlin, Guillaume Brac, Léonor Serraille, Benjamin Renner oder Jérémy Clapin präsentierten in den vergangenen Jahren ihre Filme in Zürich. Auch in diesem Jahr werden zahlreiche französische Filmemacher ihre Werke persönlich in Zürich vorstellen. «Wir freuen uns gemeinsam die Kreativität, die Kultur und Entdeckung Frankreichs in der Schweiz zu fördern», unterstreichen die französische Botschaft in der Schweiz und Atout France, die französische Agentur für Tourismus, die für die Reihe «Neue Welt Sicht» mit dem ZFF kooperieren.

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