Dienstag, 12.11.2019 21:40 Uhr

Grasshopper Club Zürich und Forte müssen aufgeben

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 06.05.2019, 12:20 Uhr
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Zürich [ENA] Der Samstag, 4. Mai 2019, war der Tag, an dem sich die Grasshoppers mit dem 0:1 gegen St. Gallen in der Praxis aus der höchsten Liga «verabschiedet» haben. Xamax siegt gegen Thun mit 2:0. Dabei machen die Neuenburger den GC-Abstieg so gut wie fix und lancieren den Kampf um den Barrage-Platz mit dem FCZ so richtig. Man wird sich bald daran gewöhnen müssen, den Namenszug von Grasshopper Club Zürich

in einer Tabelle mit Rapperswil-Jona, Wil, Kriens und/oder Chiasso zu lesen. Die Tabelle: Xamax vergrössert den Abstand auf Schlusslicht GC auf 12 Punkte. Rein rechnerisch ist GC noch nicht in der Challenge League, aber halt nur rein rechnerisch. Alle vier restlichen Spiele müssten die Hoppers gewinnen, während Xamax keinen Punkt mehr holt. Zudem hat GC ein wesentlich schlechteres Torverhältnis. Der FC Zürich muss hingegen zittern, die Neuenburger sitzen den Stadtzürchern im Nacken. Nur noch 1 Punkt weniger haben Henchoz und Co. Am nächsten Samstag kommts zum Direktduell. Xamax muss aber auf Nuzzolo und Djuric (beide gesperrt) verzichten. Thun verliert Platz 3 an Lugano.

Feuerwehrmann Uli Forte - In der Saison des historischen Falls zeigen die Hoppers auf dem Platz Leistungen, die des Rekordmeisters unwürdig sind. Im Herbst blieben sie mit einem deutlich negativen Saldo hinter den eigenen Erwartungen zurück. Danach, ab Ende November, gewannen sie in 17 Anläufen kein Spiel mehr. Uli Forte konnte den Brand nicht mehr löschen, weil es nichts mehr zu löschen gab. Die Mannschaft war schon bis auf die Grundmauern niedergebrannt, wenn sie überhaupt je ein Fundament hatte. Nur die Mathematik wehrt sich noch eisern. Auch wenn sie die Wahrscheinlichkeit des Abstiegs mit etwas mehr als 99,9 Prozent veranschlagen muss. Der letzte Abstieg der Hoppers passierte im Frühling 1949.

Die Leistungen schlagen sich in den Zahlen nieder. Mit letztem Meistertitel von GC im Jahr 2003 wurde der Modus mit Finalrunde und Auf-/Abstiegsrunde abgeschafft. In den nunmehr 16 Saisons im Super-League-Modus gab es für die Grasshoppers in der Meisterschaft bestenfalls noch Ehrenmeldungen. Zweimal wurden sie Zweite, zweimal Dritte. Die sich ablösenden Cheftrainer Fink, Stipic und Forte schickten in dieser Saison bei GC 39 verschiedene Spieler auf den Platz. 39 Spieler bedeuten mehr als das Anderthalbfache eines gängigen Kaders. Legt man die 24 gewonnenen Punkte auf die eingesetzten Spieler um, ergeben sich 0,61 Punkte pro Spieler. Die Young Boys waren effizienter. Mit 24 Spielern holten sie 82 Punkte, Das sind 3,41 Punkte pro Spieler.

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