Dienstag, 18.02.2020 21:13 Uhr

Schweizer Fussball-Legende Fritz Künzli ist tot.

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 23.12.2019, 09:38 Uhr
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Zürich [ENA] Schweizer Fussball-Legende Fritz Künzli ist tot. Nur wenige Wochen nach dem Tod von Köbi Kuhn verliert der Schweizer Fussball eine weitere Legende. Im Alter von 73 Jahren ist Fritz Künzli seinen langwierigen gesundheitlichen Problemen erlegen. Fritz Künzli (†73) ist tot. Der ehemalige Fussballprofi ist am Sonntagmorgen nach langer Demenzkrankheit im Beisein seiner Frau Monika Kaelin in der Klinik Hirslanden in Zürich

eingeschlafen. Nur wenige Wochen nach dem Tod seines ehemaligen Teamkollegen Köbi Kuhn (†76). Schon im April dieses Jahres verlor mit Karl Grob (†73) der grösste FCZ-Goalie aller Zeiten seinen letzten Kampf. Bis zuletzt wurde Künzli von seiner Frau zu Hause gepflegt. Vor zehn Tagen aber ging das nicht mehr. Künzli musste ins Spital. Wegen seiner Krankheit hat der einstige Super-Stürmer nicht mehr alles mitbekommen, ob er gelitten hat, weiss man aber trotzdem nicht. Am 8. Januar – und damit an seinem Geburtstag – soll Künzli beerdigt werden. Eine Fussball-Legende - Blonde Locken, blaue Augen, strahlendes Aussehen, immer ein Lächeln auf dem Gesicht. FCZ-Goalie-Legende Karl Grob (†72) sagte noch vor seinem Tod über

seinen einstigen Team-Kollegen: «Sein Lächeln war sein Markenzeichen. Fritz lächelte eigentlich immer. Es war das Schönste an ihm. Er war überall beliebt.» Künzli war nicht nur beim FCZ eine Legende – bei dem er mit Köbi Kuhn ein geniales Offensivduo bildete. Künzli trug auch 44 Mal das Trikot der Nationalmannschaft und erzielte dabei 15 Tore. Mit der Nati nahm er 1966 an der WM in England teil. Künzlis beeindruckende Karriere beginnt in Ennetbühl GL. 1964 erhalten die Künzlis in ihrem Restaurant «Sonne» Besuch eines Herrn von GC. Dieser trifft Vater Künzli im Schlachthaus an und erkundigt sich, ob er Fritz Künzli kenne. «Sicher schon, das ist mein Sohn.» Und der Herr trägt Vater Künzli auf, Fritz doch zu sagen,

dass er ins Restaurant «Krone» gegenüber kommen soll. Er warte dort auf ihn. Das ist definitiv die falsche Lokalwahl. Vater Künzli jagt den feinen Herrn aus Zürich wie einen Hund aus dem Schlachthaus. Einige Tage später erscheint FCZ-Präsident Edy Naegeli im richtigen Restaurant. Als Naegeli Vater Künzli nach dem besten Wein im Keller fragt, ist der Handel und somit der Wechsel von Fritz Künzli vom Zweitligisten FC Glarus (damals viert höchste Liga) zum FC Zürich perfekt. Die Bescheidene Ablöse: 8000 Franken. Künzli spielte von 1964 bis 1973 bei den Stadtzürchern und gewann zweimal den Meistertitel (1966, 1968) und viermal den Cup (1966, 1970, 1972, 1973). Noch heute ist Künzli Rekordtorschütze beim FCZ.

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