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CH - Frau Rohner mit umstrittenem Windhorst....

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 08.09.2020, 10:30 Uhr
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Zürich [ENA] Lars Windhorst und Nadja Schildknecht: Zwei, die den Glamour lieben. Aber sonst? Als Geschäfts-Duo hätte man sich die Kombination bis vor kurzem nicht vorstellen können. Nun aber machte die SonntagsZeitung publik, dass die Frau von CS-Präsident Urs Rohner den „umstrittenen deutschen Investor“ beraten würde. Es geht laut Zeitung um den Schweizer Ableger der Tennor Holding, einst Sapinda, wie die Investmentgesellschaft

von Windhorst heisst. Schildknecht ihrerseits hat freie Kapazitäten, nachdem sie ihr Zürcher Filmfestival der NZZ verkauft hatte. Warum aber entschied sich die Geschäftsfrau für ein Engagement für Windhorst? Der SonntagsZeitung wollte sie nichts sagen. Sicher ist: Windhorst ist ein Unternehmer, der hart am Wind segelt. In London beäugt ihn die Financial Times seit Jahren. Seine Parties in einem Wolkenkratzer sind legendär. Er selbst liebt das Leben auf grossem Fuss, mit Jacht, Jet, Helikopter. Neu auch Fussball: Windhorst „kaufte“ Hertha BSC, den deutschen Traditionsverein. Schwerer wiegen die Vorkommnisse bei Schweizer Banken. Bei der Falcon hatte Windhorst Milliarden. Er zählte damit neben dem Österreicher René Benko

zu den grössten Kunden der Privatbank in arabischer Hand. Diese musste kürzlich schliessen. Sie hatte kein tragfähiges Konstrukt für die Zukunft zustande gebrachte. Die andere wichtige Bankbeziehung in Zürich hatte Windhorst bei der Julius Bär. Dort gaben Transaktionen immer wieder zu reden.Das Problem waren Überweisungen auf die Konten von Windhorst, darunter solche aus Middle East. Dabei leuchten Lampen rund um den grossen Malaysia-Skandal namens 1MDB auf. Das Geld blieb öfters nicht lange auf den Bär-Konten liegen. Es floss rasch wieder in Assets – mondäne Schiffe, teure Privatflugzeuge. Kunde Windhorst bereitete den Aufpassern bei Bär Bauchschmerzen. Doch passiert ist lange nichts.

Der Deutsche mit Sitz in London konnte bei der Bank bleiben. In letzter Zeit sorgte Windhorst für Schlagzeilen wegen einem wüsten Streit mit einem Oligarchen. Vor Gericht flogen die Fetzen, am Ende liessen sich die Widersacher leben. Die Financial Times (FT) berichtete zudem vor einigen Monaten über ein Vehikel, das in Schieflage geriet wegen Vehikeln mit Bezug zu Windhorst. Die Finanzaufsicht hat laut FT eine Untersuchung gestartet. „Schildknechts Lebenspartner ist CS-Präsident Urs Rohner". Und fuhr fort: „Für jeden CS-Banker ist eine Geschäftsbeziehung mit Windhorst tabu.“ Schildknecht lernte Rohner kennen, nachdem sie in den Nullerjahren bei der CS um Sponsoringgelderfür ihr Filmfestival angeklopft hatte.

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