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CH - Ikone bei der Credit Suisse dem vor Fall? Lara Warner

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 13.07.2020, 14:25 Uhr
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Zürich [ENA] Kickt Gottstein die grosse Lara Warner? - Umbau des CS-Chefs könnte zuoberst überraschendes Opfer bringen: Top-Risk-Chefin ist Thiam-Liebling, verantwortet Flops. Lara Warner ist das Postergirl der Credit Suisse. Die 53jährige Australien-Amerika-Doppelbürgerin galt lange als mögliche erste Frau zuoberst am Paradeplatz. Nun haben sich die Aussichten für Warner verändert. Verschlechtert.

Der Risk-Chefin, die bis 2019 für die Compliance der CS zuständig war, droht das Aus. Das wäre ein personeller Eklat. Dieser bleibt bis Ende Juli Spekulation. Dann dürfte Thomas Gottstein, der CEO der CS, seine Umbaupläne offenlegen. Dass Warner ein zentraler Teil von Gottsteins Überlegungen sein könnte, geht um in CS-Kreisen. Die Gründe liegen im Menschlichen und im Geschäftlichen. Ikone vor Fall? Warner (CS) - Geschäftlich steht Warner für den Aufbau einer gigantischen Compliance-Organisation. Unter dem alten CEO Tidjane Thiam baute die CS die Kontrolleinheit zum Mammutbereich aus. Warner leitete die weltweite Compliance in der gesamten Thiam-Ära, also ab 2015. Zuvor war die einstige Analystin im Investment Banking der CS,

bei der sie seit 2002 aktiv ist. In Warners Zeit fällt eine enge Kooperation mit Palantir. Das ist ein US-Softwarehaus, das mit technologischer Intelligenz gefährliche Kunden und Deals finden will. Palantir wurde vom Deutsch-Amerikaner Peter Thiel gegründet, der zum Milliardär wurde und nie vergisst. Thiel brachte das bekannte Online-Medium Gawker zur Strecke. Thiels Palantir gilt als „Liebling der CIA“, wie es soeben mit Blick auf den Börsengang nannte. Bei der CS kostete Palantir Millionen, das Ergebnis blieb überschaubar. Jedenfalls nahmen die Gross-Skandale, in welche die CS verwickelt war, nicht spürbar ab. Die Bank steht weit oben, wenn es um Wirecard, Luckin Coffee und SoftBank geht. Lara Warner erlitt mit Palantir einen Flop.

2019 gab sie Compliance ab und übernahm den Job des Chief Risk Officer der weltweiten CS. Das wurde von aussen nicht als Abstieg gesehen; eher als weiterer Karriereschritt. Doch nun berichten Medien, dass CEO Gottstein die beiden Bereiche Compliance und Risk zusammenführen will, dies um zu sparen. Thomas Gottstein plant einen Big Bang. Dieser soll am 30. Juli offengelegt werden. Dann präsentiert der CEO der CS die Resultate für das 2. Quartal. Laut mehreren Quellen hat Gottstein Grosses vor. Die Aussagen gehen in Richtung, dass der oberste operative Chef die Bank neu aufstellen will.

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