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CH - Tiefer Fall von Party-Ikone Liotard-Vogt

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 03.08.2020, 17:42 Uhr
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Zürich [ENA] Tiefer Fall von Party-Ikone Liotard-Vogt - Börse straft Rotschopf mit Rolls Royce ab. Seine „Insiderdeals“ mit Asmallworld seien „grobfahrlässig“ gewesen.Patrick Liotard-Vogt kümmert sich um seine neue Villa. Diese entsteht an der Zürcher Goldküste und soll zeigen: Ich bin zur Ruhe gekommen. Keine wilden Partys mehr, keine Show, null Eskapaden, dafür bürgerliches Familienleben.

Ausgerechnet im Idyll holt den Unternehmer nun aber die Vergangenheit ein. Die Schweizer Börse schreibt heute früh, die mangelhafte Offenlegung von Deals von Spitzenleuten bei Asmallworld – einem Facebook für Vatersöhnchen – sei „insgesamt als grobfahrlässig“ einzustufen. Die Transaktionen gehen auf Liotard-Vogt zurück. Als Präsident des Unternehmens muss er respektive die Gesellschaft jeden getätigten Kauf oder Verkauf eigener Titel sofort melden.Dies tat Liotard-Vogt nicht, und deshalb hatte die Börse ein Verfahren eröffnet. Heute früh publizierte die entsprechende Sanktionsabteilung Six Exchange Regulation (SER) ihr Verdikt. „SER sanktioniert die ASMALLWORLD AG im Rahmen eines Sanktionsbescheids wegen Verletzungen

der Vorschriften betreffend die Offenlegung von Management-Transaktionen mit einer Busse in der Höhe von CHF 20‘000.00.“Die Strafe wirkt milde – in Franken. In Worten hält sich die Behörde hingegen kaum zurück. „ASMALLWORLD AG wird insbesondere vorgeworfen, nicht alle Vorkehrungen getroffen zu haben, um eine Verletzung der Vorschriften betreffend der Offenlegung von Management-Transaktionen zu verhindern.“„Dies führte zumindest in zwei Fällen zu einer verspäteten Publikation der Management-Transaktionen. Das Verhalten wurde diesbezüglich insgesamt als grobfahrlässig eingestuft.“ Die Regulierungsrichter halten Liotard-Vogt und seiner Asmallworld zugute, dass sie nicht stur an ihrer Meinung festgehalten und sich nicht gegen

die Untersuchungen gestemmt hätten. „Infolge der Einsicht in die Verfehlungen und aufgrund der hohen Kooperationsbereitschaft nach den eingetretenen Verletzungen, wurde das Verhalten von ASMALLWORLD AG strafmindernd berücksichtigt und die Busse auf CHF 20‘000.00 festgesetzt. Der Sanktionsbescheid ist rechtskräftig.“Für Liotard-Vogt ist die Strafe der Abschluss einer Geschichte, die nicht den erhofften Glanz gebracht hat.

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