Sonntag, 17.01.2021 19:52 Uhr

Fight in CS-Olymp: Michael gegen Michel

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 02.01.2021, 11:17 Uhr
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Zürich [ENA] Chief Investment Officer Michael Strobaek baut eigenes Asset Management auf, spannt Michel Degen Anlage-Cracks aus. In der Credit Suisse tobt ein Machtkampf der besonderen Art. Michael gegen Michel, lautet er kurz. Gemeint ist Michael Strobaek, der Chef der Anlagepolitik im CS Wealth Management, und Michel Degen, Leiter des CS Asset Managements. Den Krieg erklärt hat der Michael. Strobaek baut seit Monaten

ein eigenes kleines Asset Management auf. Damit will sich Strobaek von Degen und seiner Truppe unabhängig machen. Ziel von Strobaek ist es, den reichsten Kunden im Wealth Management der Gruppe mit ausgewählten Spezialisten Top-Anlagetipps zu geben. Der Zank der zwei CS-Schwergewichte hat sich in den letzten Wochen akzentuiert. Laut einer Quelle sei Strobaek jener, der den Druck erhöhe. So soll der Chief Investment Officer (CIO) gleich in mehreren Anlage-Bereichen neue Cracks unter Vertrag genommen haben, so im Real Estate. Zudem soll Strobaek den „Verkauf“ ausbauen. Strobaek mache bei seiner Offensive nicht Halt vor internen Abwerbe-Tabus. Ein erfahrener Anlageprofi habe jüngst von Degens Asset Management zu Strobaek und dessen Team

gewechselt. Der Konkurrenzkampf zwischen Strobaek und Degen erreicht damit einen neuen Höhepunkt – mit dem CIO als Tempomacher. Die CS bestätigt, dass der Skandinavier seine eigenen Kapazitäten ständig ergänzt und ausweitet. Diese gehörten traditionell ins Asset Management. „Der Bereich ‚Investment Solutions & Products‘ baut derzeit das bestehende Angebot von nachhaltigen Anlagelösungen und -mandaten für Privatkunden weiter aus“, so ein Sprecher. Einen Fight ihrer zwei Investment-Spitzenkräfte will die Bank trotzdem nicht erkennen. Der Ausbau bei Strobaek geschehe nämlich „in enger Zusammenarbeit mit dem Asset Management, das primär auf institutionelle Kunden fokussiert“, so der CS-Mann. „Parallelstrukturen entstehen dabei nicht“

heisst es. Vielmehr sei man an beiden Orten am Investieren in gute Leute. „Wir prüfen laufend Möglichkeiten, diese beiden Bereiche mit talentierten Mitarbeitern von innerhalb und ausserhalb der Bank zu ergänzen, um unsere privaten und institutionellen Kunden bestmöglich zu bedienen.“ Der Aufbau eines kleinen, feinen Asset Managements in Strobaeks Investment Office ist eine Kriegserklärung an Michel Degen und dessen verschworene Asset Management-Truppe. Dahinter könnten eigene Ambitionen des hohen Kadermanns stecken. Degen versucht derzeit, sein Asset Management in eine neue Sphäre zu heben – mittels Schulterschluss mit einem ausländischen Grossplayer. Aus Sicht der CS-Gruppe würde Strobaeks Mini-Asset Management in diesem Szenario zum n

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