Samstag, 30.05.2020 22:23 Uhr

Swiss - Dank Milliardenhilfe kann Swiss die Zukunft planen

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 07.05.2020, 10:52 Uhr
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Zürich [ENA] Die Swiss kann dank der Milliardenhilfe des Bundes wieder die Zukunft planen. Geld für abgesagte Flüge kann die Airline aber weiterhin nicht fristgerecht auszahlen. Die Corona Krise hat Fluggesellschaften weltweit hart getroffen. Mit 1,275 Milliarden Franken greift der Bundesrat nun der Swiss und ihrer Schwesterairline Edelweiss unter die Flügel. Das Geld dient als Garantie, damit sich die beiden Airlines

der Lufthansa-Gruppe Bankdarlehen von 1,5 Milliarden Franken besorgen können.Dank der Unterstützung können die Airlines erstmals für die Zeit nach Corona planen: «Mit diesem Geld können wir die aktuelle Krise durchstehen und danach das Drehkreuz Zürich wieder neu starten», sagt Konzernchef Thomas Klühr am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Kunden müssen sich gedulden - Zurzeit warten viele Kunden darauf, dass ihnen die abgesagten Flüge erstattet werden. Man, verlange den Kunden einiges ab, dem ist sich Swisschef Klühr bewusst: Sollte es keine europäische Lösung geben, werden Swiss und Edelweiss den Reiseveranstaltern bis zum 30. September 2020 das Geld zurückzuerstatten, erklärten die Fluggesellschaften nun.

Es gehe aber dabei um die Liquidität, sowie jene von zig anderen Airlines mit dem gleichen Problem. «Würden sie alle Rückerstattungen fristgerecht ausbezahlen, wären viele jetzt schon pleite», sagt Klühr. Kunden werden deshalb um Geduld gebeten. Anstelle der Erstattung von Tickets für die gestrichenen Verbindungen bietet die Swiss auch Gutscheine an für Umbuchungen an. «Wir hoffen natürlich, dass sich möglichst viele Kunden für die Umbuchungslösung entscheiden», so Klühr. Keine Kündigungen geplant - Jetzt muss die Swiss aber erst einmal die Kosten um rund 20 Prozent sinken; das sieht der neue Geschäftsplan für die Kreditvergabe vor. Kündigungen will die Fluggesellschaft aber nicht aussprechen.

«Wir werden alles tun, um Entlassungen zu vermeiden», sagte Klühr. Aktuell gibt es einen Einstellungsstopp – der Stellenabbau solle daher vor allem durch natürliche Fluktuation sowie die Nichtverlängerung von Zeitarbeitsverträgen erfolgen. Die ersten 300 Millionen Franken werden Anfang Juni auf dem Konto der Airline landen. Die Rückzahlung der Gelder soll laut Geschäftsplan in weniger als fünf Jahren erfolgen.

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