Dienstag, 03.08.2021 02:23 Uhr

UBS-Khan bringt sich mit Giga-Sprung in Stellung

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 20.07.2021, 08:17 Uhr
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Zürich [ENA] Unter Youngster explodiert Gewinn in Vorzeigesparte Private Banking – Khans „Elevate“ zeigt Wirkung. Rivalin Keller-Busse fällt zurück. Iqbal Khan hat rund um die CS-Spionage immer noch ein Strafverfahren am Hals. Auch drohen dem Mittvierziger wegen des Greensill-Skandals bei seiner Ex-Bank potenzielle Bad News. Beides verblasst heute. Denn Khans UBS-Division, das weltweite Private Banking, schiesst in diesem Jahr

durch die Decke. 1,3 Milliarden verdiente Khan zusammen mit Tom Naratil, dem Co-CEO der Sparte, an Vorsteuergewinn von April bis Juni. Das ist genau die Hälfte des gesamten Pre-Tax-Profits der ganzen UBS-Gruppe. Diese erzielte total 2,6 Milliarden vor Steuern – eine ganze Milliarde mehr als im Vergleichsquartal von 2020: Die Nummer 1 der Schweiz macht Kohle wie schon lange nicht mehr. Netto, also nach Steuern, waren es im 2. Quartal 2 Milliarden. Nimmt man beide zurückliegenden Quartale, also das gesamte 1. Halbjahr, so kommt die UBS auf fast 5 Milliarden Vorsteuer- und knapp 4 Milliarden Netto-Gewinn. Wenn das so weitergeht, dann geht 2021 als das beste Jahr seit langem in die Annalen der Grossbank ein – Covid sei Dank.

Fast keine Kreditausfälle dank Ausfallgarantie des Bürgers, Börsen auf Höchststand, Kredite am Laufband. Und ein neuer Superstar nahmens Khan, der im verbreiteten Jubel und Trubel bei der UBS ob der Zahlen bersonders heraussticht. Seine Zahlen scheinen derart hell, dass selbst das Staatsradio SRF diese heute Morgen besonders hervorhob. 25 Milliarden neue Kundenvermögen, die sofort Erträge genieren würden, seien ins Private Banking der UBS geströmt, so die Bank. Im ganzen ersten Halbjahr sind es sogar über 60 Milliarden. „(Global Wealth Management) steigerte den Vorsteuergewinn in allen Regionen“, so die Bank in ihrem heutigen Bericht zum Quartal. „Der wiederkehrende Erfolg aus dem Dienstleistungsgeschäft stieg insbesondere aufgrund höhe

Für den Moment überstrahl Khan mit dem Gewinnausweis „seiner“ Division alle interen Konkurrenten. Insbesondere Sabine Keller-Busse. „Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis betrug 61,0% und erhöhte sich damit um 0,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr, da der Ertrag um 5% und der Geschäftsaufwand um 6% stiegen“, steht dort. Effizienz funktioniert anders. Explodierender Gewinn heisst im Banking meist explodierende Risiken. Die kommen in der Regel später zum Vorschein. Im Rennen um den CEO-Job gerät Keller-Busse gegenüber Iqbal Khan zurück. Dass es zu einem Wechsel auf dem Thron des Konzernchefs kommen könnte, hat mit dem Strafverfahren gegen Ralph Hamers zu tun. Der Holländer könnte wegen Geldwäscherei bei seiner Ex-Bank angeklagt werden.

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