Dienstag, 03.08.2021 02:52 Uhr

Whose Next im CS Asset Management?

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 13.07.2021, 08:50 Uhr
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Zürich [ENA] Nach Compliance-Köpferollen rückt Problem-Sparte unter Ulrich Körner in Vordergrund. Dort sitzen zentrale Greensill-Verantwortliche. Der starke Mann der Credit Suisse, „Sir“ Antonio, will nach Greensill- und Archegos-Debakeln vorwärts machen mit dem personellen Aufräumen weit oben. Im Compliance sind inzwischen mehrere Spitzenleute weg, zuletzt eine hohe Vertraute von Ex-Leiterin Lara Warner. Nach dem Donnerschlag

rückt jetzt das Asset Management in den Vordergrund. Dort schwingt ein Ex-CS-Banker das Zepter, der nach dem Crash der UBS 2009 als Nothelfer zur Nummer 1 gewechselt hatte und nun wieder zurück in den Reihen der CS steht. Die Rede ist von Ulrich Körner, einem Deutschen mit Zweitpass Schweiz. Körner gilt als Schlachtross von Swiss Banking, eine Art Oswald „Ossi“ Grübel Zwo. Ganz anders als der Ostdeutsche vom Charakter her, aber mit diesem eng verzahnt, wie der gemeinsame Karriereweg verdeutlicht. Für Körner ist die neue Aufgabe reizvoll. Zu verlieren gibt es wenig, zu gewinnen viel. Gelingt Körner der Turnaround, dann gilt der einstige McKinsey-Berater als Retter der CS-Sparte. Gestern vermeldete Finews eine erste, wichtige Personalie.

Gestern vermeldete Finews eine erste, wichtige Personalie. Zu seiner neuen rechten Hand macht Körner demnach einen Manager den Schweizer Markus Ruetimann, der in London seine Karriere gemacht hatte. Das Gespann Körner-Ruetimann muss jetzt das Asset Management auf Kurs bringen. Wie immer heisst das: Gute fördern, „Versager“ absetzen. Im Asset Management hatte eine verschworene Truppe um Ex-Chef Michel Degen das absolute Sagen. Die Seilschaft stellte einiges auf die Beine, das Schweizer Asset Management der CS galt lange als Perle. Dann exlodierte die Greensill-“Granat“, Degen landete an der Seitenlinie, Unterstellte mussten gehen. Mit Filippo Rima übernahm dann aber überraschenderweise ein Degen-Mann das Kommando.

Doch Rima ist ein Degen-Mann. Ob er damit glaubwürdig einen Neuanfang verkörpern kann, muss sich weisen. Weitere Personen, die im Greensill-Debakel zu reden geben, sind zwei Frauen: die Operations-Chefin des Schweizer Asset Managements sowie die Rechtschefin dieses Bereichs. Beide mussten für die Greensill-Fonds wichtige Kontrollaufgaben sicherstellen. Die Rechtsfrau trug die Verantwortung dafür, dass die Fonds allen Gesetzen genügten. Die Operations-Managerin wiederum war weit oben in der Hierarchie des Schweizer Teils im Asset Management. Kommt hinzu, dass sie bis 2019, also in der heissen Phase der Greensill-Fonds, als diese immer mehr Kundenassets anhäuften, Compliance-Chefin von Asset Management Schweiz war.

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