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200 Jahre Beethovens "Neunte"

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 25.02.2024, 17:30 Uhr
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Wien [ENA] Am 7. Mai 1824 wurde Ludwig van Beethovens 9. Symphonie in Wien uraufgeführt. Das soll auch 2024 zu einem europäischen TV-Ereignis werden mit Übertragungen aus Leipzig, Paris, Mailand und natürlich Wien, wo die Wiener Symphoniker unter der Dirigentin Joana Mallwitz den vierten und finalen Satz mit der berühmten "Ode an die Freude" spielen, der auch als Inspiration für die Hymne der Europäischen Union verwendet wurde.

Beethoven! Dieses von Musik besessene Genie, bei dem sich die schwierigsten Kompositionen im Kopf wie Blitz-und Donnergewitter oder elegische Träumereien zusammenfanden und als überwältigende Klänge in Partituren flossen, die von den Musiker Höchstleistungen fordern und schließlich das Publikum mit Gefühlswallungen, mit Tränen, Begeisterung und Freude überwältigt. So war es auch bei der Uraufführung der "Neunten" am 7. Mai 1824 im Theater am Kärntnertor, bei der nach der 70 Minuten dauernden Aufführung ein frenetischer Jubel und Begeisterung ausbrach. Was macht aber die 9. Symphonie in d-Moll op.125 so besonders? Als Sinfoniekantate ist sie sicherlich eine Zäsur in der Musikgeschichte, die erst ihre ganze Dramatik möglich machte.

Schon im ersten Satz führen lyrische und mächtige Klangfolgen der Holzbläser und Violinen, die immer wieder von der Kraft der Trompeten und Pauken herausgefordert werden, zu einem immer lauter werdenden Cresendi, das sich gegenseitig zu einem hinreißend, geheimnisvollen Erlebnis aufschaukelt. Spannend im zweiten Satz eine Pause, nach der sich dann umso stärker der Donnerklang der Pauken entlädt, der dann langsam überführt in den dritten Satz, der mit mehreren Crescendi auch sanfte, leise Töne zeigt, nur um mit der letzten Fanfare der Hörner den dramatischen, euphorischen Schlusssatz anzukündigen, der das Freudenthema und die sakrale Sehnsucht vereint und in der für Beethoven wichtige Textstelle "Alle Menschen werden Brüder" endet.

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