Sonntag, 03.05.2026 11:59 Uhr

Vernissage der 16. Schwetzinger Schülerausstellung

Verantwortlicher Autor: Stadtverwaltung Schwetzingen Schwetzingen, 01.05.2026, 23:06 Uhr
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Schwetzingen [Stadtverwaltung Schwetzingen] Unter dem Motto „Bunt wird bunter“ präsentieren Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen der Schwetzinger Schulen sowie des Hebel-Gymnasiums (Jahrgangsstufe 1 & 2, Klassenstufen 6 und 7) und des Privatgymnasiums (Klassenstufe 5) ihre kreativen Arbeiten im Rahmen der diesjährigen Schülerausstellung. Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, 7. Mai 2026, um 11 Uhr im Danzi-Saal der Musikschule,

direkt gegenüber dem Haupteingang in die Volkshochschule, statt und lädt Interessierte herzlich ein, die Werke zu entdecken. Die Ausstellung wird durch ein Grußwort der Ersten Bürgermeisterin Lisa Schlüter sowie eine kurze Einführung der künstlerischen Projektleitung Andrea Tewes eröffnet. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch mit den jungen Künstlerinnen und Künstlern sowie mit der Ersten Bürgermeisterin Lisa Schlüter wie auch Andrea Tewes. Die Ausstellung kann zwischen dem 7. und dem 21. Mai 2026 zu den Öffnungszeiten der Volkshochschule besichtigt werden.

In bewährter Zusammenarbeit konnte erneut die Brühler Künstlerin und Kunstpädagogin Andrea Tewes für die künstlerische Leitung des Schule-Kunst-Projektes mit den 3. Klassen der Schwetzinger Schulen gewonnen werden. Mit einem Gespür für kreative Ausdrucksformen und gesellschaftliche Fragestellungen begleitete sie die jungen Künstlerinnen und Künstler durch einen spannenden Gestaltungsprozess. Dabei entstanden nahezu 200 Exponate. Alle beteiligten Schülerinnen und Schüler erarbeiten jeweils auf einer quadratischen Leinwand im Format 25 x 25 cm ein Bild; dabei wurden sie schrittweise an Techniken der Acrylmalerei herangeführt. In der Ausstellung erscheinen die Werke zusammengesetzt zu einer Gesamtinstallation.

So ergibt sich ein beeindruckendes Kunstwerk, das sowohl durch dessen Größe auffällt als auch durch die leuchtend bunte Farbigkeit. Diese wird erreicht, indem im Malprozess Kreppklebeband als Hilfsmittel zum Einsatz kommt. Mehrere Male über die Leinwand gespannt und auf die Fläche geklebt, ergeben sich klar voneinander abgegrenzte Felder, die mit unterschiedlichen Farben gefüllt werden. Nach kurzem Trocknen der Flächen wird das gesamte Klebeband entfernt und wieder neues auf der Leinwand positioniert – diesmal anders gesetzt, sodass sich neue Flächen bilden, die die vorigen zum Teil überschneiden. Nun werden auch diese Flächen mit bunten Farben gefüllt. Wieder erfolgt nach Trocknung das Abziehen des Bandes.

Durch die Wiederholung des Malvorgangs entstehen auf diese Weise durchscheinende Farbüberlagerungen, sodass neben den gesetzten reinen Farben viele weitere Mischtöne erscheinen. Die bunten Bilder werden somit noch bunter. Die künstlerische Methode basiert auf einer gesellschaftspolitischen Überlegung: Täglich werden wir durch Zeitung, Fernsehen und Radio mit aktuellen Nachrichten der Welt konfrontiert – häufig mit der Folge, dass sowohl innen- als auch außenpolitische Entwicklungen Anlass zu großer Sorge bereiten. Wir scheinen erdrückt zu werden von negativen Schlagzeilen. Auch Zukunftsprognosen fallen zunehmend pessimistisch aus. Schnell besteht die Gefahr, darüber positive Aspekte zu vergessen.

Dabei leben wir in Deutschland heutzutage in einer Gesellschaft, die nie bunter war und bunter sein durfte: Religionsfreiheit und das Recht auf politische Meinungsäußerung sind gesetzlich fest verankert, wichtige Schritte auf dem Weg zu Integration und Inklusion geebnet, Homosexualität und Transgeschlechtlichkeit gesellschaftlich nicht mehr tabuisiert. Vielerorts gelingt tolerantes Zusammenleben und zeigt, dass wir uns gegenseitig bereichern und voneinander lernen können. Dieses positive Signal steht in der diesjährigen Schülerausstellung im Vordergrund. Jeder Mensch ist facettenreich, einzigartig, bunt – hat wie jedes Bild seine eigene Ausdruckskraft. Gemeinsam werden wir noch bunter und strahlen zusammen viel mehr als allein.

Die an der Schülerausstellung beteiligten Lehrkräfte des Hebel-Gymnasiums sind Frau Sabine Grimm und Frau Rosa Zettl mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Klassenstufen (Jahrgangsstufe 1 & 2, Klassenstufen 6 und 7). Frau Grimm hängt thematisch passende Trompe-l’œil-Bilder ihrer Schülerinnen und Schüler sowie plant knallbunte bemalte Fantasiepflanzen aus Pappmaché. Frau Zettl möchte Arbeiten aus Pappmaché von der Decke hängen. Die Arbeiten werden in den Gängen des 1. und 2. OG der Volkshochschule zu sehen sein.

Frau Bettina Bätz vom Privatgymnasium bzw. deren Schülerinnen und Schüler der 5. Klassenstufe schaffen 20 x 70 cm große Bilder auf Malpappe, die mit Gesso grundiert werden, sodass eine haptische Textur entsteht. Danach lasieren die Schüler jeweils in zwei Farben die Pappen in vertikaler Richtung, sodass zusammenhängend dann ein Verlauf durch die ganzen Bilder entsteht, von einer Farbe zur anderen. Die Bilder werden im Treppenhaus der VHS aufgehängt.

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